• Sabrina Küster

Schöne Fotos von Frisuren und MakeUp mit dem Smartphone

Um das Beste aus Deinen Bildern herauszuholen gibt es heute einen Guide von mir, der Dir sagt, was die wichtigsten Dinge sind, auf die Du unbedingt achten solltest.
 
Licht
  • Versuche immer mit Tageslicht zu fotografieren! Vermeide Licht von unten (bodentiefe Fenster) oder Licht von oben (Deckenstrahler) sowie zu gelbliches Licht (Glühbirnen). Ich stelle meine Kundinnen, wenn ich sie im Tageslicht fotografieren möchte, so nah wie möglich an ein Fenster. Ich stehe IMMER mit dem Rücken zum Fenster (aber so, dass ich keinen Schatten auf die Kundin werfe). Sehr oft sehe ich Bilder von Stylisten, die gegen das Licht fotografieren. Das sieht immer unvorteilhaft aus. Die Haare wirken total fusselig und das MakeUp viel zu dunkel. Fotografiere ich also am Fenster, dreht sich die Kundin (um MakeUp und Haare zu fotografieren), nicht ich!
  • Habe ich kein Tageslicht, benutze ich Dauerlichtlampen oder ein Ringlicht. Diese gibt es bei Amazon schon im 2er Set für kleines Geld zu kaufen, der Unterschied ist riesig! Gerade die Dauerlichtlampen mit Softbox machen ein sehr schönes, natürliches und weiches Licht.
  • Benutze nie zwei verschiedene Lichtquellen, wie Tageslicht und eine Dauerlichtlampe. So entstehen Farbstiche, die sich später nicht mehr korrigieren lassen. Gerade bei einem vorher / nachher Bild ist das schnell passiert, da zwischen den Bildern ja einige Zeit liegt und sich die Lichtverhältnisse da auch wieder geändert haben können. In so einem Fall lasse ich Rollos herunter.
Position des Modells / der Kundin
  • Wie bereits erwähnt positioniere das Modell oder Deine Kundin so, dass Du das Licht im Rücken hast bzw. die Kundin vom Licht angestrahlt wird. Fotografiere die Kundin nie ganz gerade von vorne, lass sie sich immer etwas seitlich drehen, trotzdem aber in die Kamera schauen, sonst sieht das Bild schnell wie ein Passbild aus.
  • Teste die verschiedensten Positionen aus, lass die Kundin z. B. nach unten schauen um die Augen schön zu fotografieren.
  • Die Frisur sieht immer toll aus, wenn die Kundin den Kopf etwas in den Nacken legt. Auch hier gilt, versuche verschiedene Perspektiven und entscheide später, wenn Du Dir die Bilder noch einmal anschaust, was am besten wirkt. Da dunkle Haare sehr schwer zu fotografieren sind, fotografiere ich diese so, dass zusätzliches Licht von oben auf die Haare fällt, dadurch sieht man die Struktur.
Kleidung des Modells / der Kundin
  • Achte darauf, dass die Kundin nur einfarbige Oberteile trägt, ohne Muster. Dies wirkt auf Bildern sehr unruhig. Ich habe mir bei ebay einige Oberteile bestellt, die ich meinen Kundinnen für das Foto anziehe. Schön sind schulterfreie Spitzenoberteile oder Strickteile.
Das waren erst mal die wichtigsten Tipps zur Kundin bzw. zum Modell selbst. Nun kommt der zweite, sehr wichtige Teil: Die Einstellungen Deines Smartphones.
 
WICHTIG:
  • Schalte alle Farbfilter komplett aus!
  • Nutze nicht die z. B. bei Samsung integrierte Hautretusche oder Hautverfeinerung!
  • Gehe raus aus dem Automatikmodus für den Weißabgleich (AWB)! (Iphone Besitzerinnen müssen eine extra App installieren, ich habe Pro Camera)
  • Auflösung und Bildqualität auf das Maximum einstellen
  • Blitz ausschalten
  • Kamera Linse reinigen
  • NIEMALS zoomen (Du zoomst mit den Beinen, bedeutet einfach das Du näher an das Modell heran trittst)
Was nutzt mir der Weißabgleich?
Über den Weißabgleich stellst Du die Kamera auf die vorherrschende Lichtstimmung ein. Du kannst einem Foto allein durch Veränderung des Weißabgleichs eine natürliche, eine warme, aber auch eine kühle Wirkung geben, ohne die Beleuchtung selbst ändern zu müssen.
In dem oben gezeigten Beispiel lässt es sich gut erkennen, warum der Weißabgleich so wichtig ist. Innerhalb jeder Kamera App kann dies verändert werden (AWB oder WB). Dazu gibt es einen Schieberegler. Je geringer der Kelvin Wert, desto „kühler“ wirkt das Foto. Versuche also mit dem Regler die Lichtfarbe so natürlich wie möglich einzustellen. Nutze NICHT die von der App vorgegebenen Werte (Symbole für Sonne, Glühlampe, Wolke für bewölkt etc.) Merke: Dies muss immer wieder neu eingestellt werden, wenn sich die Bedingungen ändern – wenn Du z. B. erst drinnen und später draußen Bilder machst.
 
Nutzt Du den Weißabgleich im Automatikmodus reicht schon eine Bewegung nach rechts oder links, um das Smartphone zu veranlassen, den Weißabgleich erneut zu regeln und zu verändern. Du hast nachher völlig unterschiedliche Ergebnisse vom selben Modell. Vor allem Fotos vom MakeUp leiden darunter, denn man sieht später kaum etwas davon, durch das oft zu gelbliche Licht werden die Farben „geschluckt“.

Dir gefällt das Ergebnis, aber das Bild ist noch etwas dunkel? Dann passe mittels entsprechendem Schieberegler auch noch die Belichtung an. Meistens unter dem Quadrat mit einem + und einem - Zeichen darin zu finden.  In vielen Apps musst du den Kamera Modus auf „Pro“ umstellen, um diese Funktionen nutzen zu können. Aber glaube mir, das lohnt sich!

Und jetzt? Fokussieren! Bedeutet, tippe auf Deinem Bildschirm auf den Punkt, der fokussiert werden soll, also auf das Gesicht oder die Haare. Das ist ganz wichtig, nicht einfach nur den Auslöser drücken. Und das vor jedem einzelnen Foto. Damit bestimmst Du welches der schärfste Punkt in Deinem Bild ist, und überlässt dieses nicht Deinem Smartphone. Probiere auch mal im Hoch- und mal im Querformat zu fotografieren. Für Instagram ist das optimale Seitenverhältnis 5:4 und nicht quadratisch, wie viele vielleicht denken.

Nachbearbeitung mit Apps
Für das MakeUp gilt: Nutze keine Filter!!!! Diese verfälschen das MakeUp stark, die Haut hat einen anderen Ton und die Farben des MakeUps sind nicht zu erkennen. Für ein Selfie ist das ok, nicht aber für ein Bild welches Deine Arbeit repräsentieren soll.

Verwende kein Facetune für die Hautretusche! Man sieht keine einzige Hautpore mehr und ich erkenne es auf der Stelle, wenn ein Bild mit Facetune bearbeitet wurde. Verwende lieber Adobe Photoshop Fix (auch nicht die glätten Funktion, diese würde ich Dir generell nie empfehlen). Einzelne Unebenheiten lassen sich super über den Reparatur Modus korrigieren (Pickel etc.), mehr ist nicht nötig wenn du sauber gearbeitet und die richtige Beleuchtung hast. Facetune kannst Du sehr gut nutzen um z. B. den Hintergrund unscharf wirken zu lassen oder diesen aufzuhellen. Bitte helle niemals das Augenweiß auf. Das sieht völlig unnatürlich aus. Zähne kannst Du ruhig dezent aufhellen, wenn nötig. Was auch nicht gut aussieht ist, wenn mittels Facetune über die Funktion "Details" versucht wird, die Iris zu bearbeiten. Auch das erkennt man sofort und wirkt zusammen mit dem Aufhellen des Augenweißes nachher zombiehaft.

Für die nachträgliche Korrektur des Weißabgleichs, der Farbtemperatur oder der Belichtung arbeite ich gerne mit der App Adobe Lightroom. Aber merke: Ein viel zu warm oder viel zu kühl aufgenommenes Bild lässt sich im Nachhinein auch nicht mehr ändern (das geht nur mit einer Kamera, oder wenn Dein Handy im RAW Format fotografieren kann), hier ist vom Feintuning die Rede ;-)

Ich hoffe diese Tipps sind hilfreich für Dich. Du wirst schnell eine Verbesserung Deiner Bilderqualität feststellen! Hast Du Fragen dazu? Dann melde Dich gern bei mir, ich freue mich über Deine Nachricht!
 
Deine Sabrina
 

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